Kunst und Bild(ung). Ausstellung im Kreishaus Bergheim[10.11] In eigener Sache Werbung zu machen, ist immer ein wenig komisch. Aber ich bin in der Tat sehr stolz auf die Arbeitsergebnisse, weil sich Grundkursarbeiten gleichberechtigt neben Leistungskursarbeiten gesellen, was nicht auffallen würde, wenn man die Informationstexte in der Ausstellung dazu nicht lesen würde. Der Kunstunterricht steht gewöhnlich unter dem Vorurteil, dass nur „Bildchen“ gemalt würden. Dabei ist zu betonen, dass im Jahresunterricht natürlich nicht nur gestalterisch eigene Bilder geschaffen werden, sondern die Bildrezeption und -reflexion eine gleichgewichtige Rolle dabei spielen, Bildkompetenz im Unterricht zu schulen. Dass der Kunstunterricht anscheinend mehr als nur das übliche Zeichnen und Malen abdeckt, kann an den vielfältigen Techniken in der Ausstellung entdeckt werden: Radierungen, Holzschnitte, Skulpturen aus Seife, Acrylmalerei, Schwarz-Weiß-Fotografien und Zeichnungen mit Filzstiften geben einen ausgewählten Einblick in den erweiterten Bild- und Bildungsbegriff. Wenn der Kunstunterricht schülerorientiert umgesetzt wird, dann kann man nicht bei der alten hohen Kunst verbleiben. Innovativer Kunstunterricht bietet den Schülern die Möglichkeit, von ihrer Lebenswirklichkeit ausgehend Bildgestaltungen zu entwerfen, in denen sie selbst als Subjekt, aber auch Kompetenzen im Umgang mit Bildern gleichermaßen erlernen können - so meine Maxime. Hier geht es zum Ausstellungsplakat.
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